„Die Basis für Gesundheit und Wohlbefindens liegt im kleinsten Baustein unseres Körpers – der Zelle.“


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Sportlich unterwegs:

Konzentrations- und Leistungssteigerung durch Mitochondrien

Eine wichtige Rolle bei der Energieversorgung des Körpers spielen die Mitochondrien. Durch den Verbrauch von Sauerstoff sind die sogenannten „Kraftwerke des Körpers“ in der Lage den universalen Energieträger Adenosintriphosphat (ATP) bereitzustellen.

Mitochondrien: Energielieferanten des Körpers


Mithilfe von Sauerstoff produzieren Mitochondrien aus den Abbauprodukten von Glucose, Aminosäuren und Fettsäuren Energie für den Körper. Diese Energie wird in Form von Adenosintriphosphat (ATP), welche die universelle Energiequelle für jede Körperzelle darstellt, gespeichert. Die Anzahl der Mitochondrien innerhalb einer Zelle ist dabei von dem Sauerstoffverbrauch des Gewebetyps abhängig. Muskel-, Nerven- und Sinneszellen verfügen über vergleichsweise viele Mitochondrien. Weiterhin hat die körperliche Verfassung einen hohen Einfluss auf die Anzahl der Mitochondrien in den Muskeln. Ein sportlich aktiver Mensch verfügt in de Regel also über deutlich mehr Mitochondrien als eine Person, welche keinen regelmäßigen Sport betreibt.

Schäden für den Körper vermeiden


Das Ziel jeden Sportlers ist es durch die körpereigenen Energiereserven und den aufgenommenen Sauerstoff eine hohe Leistung abrufen zu können. Dabei sollen negative Folgen für den Körper wie bspw. eine Übersäuerung der Muskeln oder körperschädigende Überanstrengungen vermieden werden. Um solchen Problemen entgegenzuwirken, nutzt der Körper abhängig von der Dauer und Intensität der sportlichen Belastung verschiedene Energiespeicher sowie unterschiedliche Methoden zur Energiegewinnung.

Gefahr der Übersäuerung der Muskeln


Intensive und kurze Belastungen wie bspw. Übungen im Kraftsport oder ein Sprint, werden durch den Körper mit der Verwendung von ATP sowie dem Energiespeicher Kreatinphosphat im Muskel bewältigt. Für den Fall das mehr Energie benötigt wird, wandelt der Körper oftmals Glukose aus dem Blut bzw. aus den Glykogenspeichern in Energie um. Dieser Prozess passiert schnell, problematisch ist aber, dass die Glukose nur unvollständig abgebaut wird und somit Laktat zurückbleibt. Durch Laktat kann es zu einer Übersäuerung der Muskeln kommen, was einen rapiden Leistungsabfall zur Folge hat.
Ausdauersport: Erhöhter Abbau von Fettreserven und Kohlenhydraten Bei Belastungen über einen längeren Zeitraum, wie bspw. Joggen, wird die notwendige Energie zunehmend aus dem Abbau von Fettreserven und Kohlenhydraten gewonnen. Dieser Prozess findet mithilfe von Sauerstoff in den Mitochondrien statt. Eiweiß wird vom Körper nur im Notfall als Energiequelle verwendet. So etwa bei massiven Belastungen der Ausdauer. In solchen Fällen wird sogar Muskelmasse abgebaut.

Schnellere Regeneration durch Mitochondrien: Konzentrations- und Leistungsfähigkeit steigern


Mitochondrien ermöglichen dem Körper durch eine Steigerung der Konzentrations- und Leistungsfähigkeit die Bewältigung enormer sportlicher Anstrengungen. Durch die Arbeit der Mitochondrien entsteht bspw. kein Laktat, welches zu einer Übersäuerung der Muskeln führen würde. Weiterhin kann der Körper durch Mitochondrien unterschiedliche Energiespeicher, wie zum Beispiel Kohlenhydrate und Fette, nutzen. Die Vermeidung der Übersäuerung bedeutet auch das die Muskeln zu einer schnelleren Regeneration fähig und somit innerhalb eines kurzen Zeitraums wieder leistungsfähig sind.

Konzentrations- und Leistungssteigerung durch mehr Mitochondrien im Körper


Mithilfe regelmäßigen sportlichen Trainings wird der Körper leistungsfähiger. Das bedeutet das sich durch steigende Anforderungen an den Körper auch das Lungenvolumen, die Muskelmasse, die Durchblutung der Muskeln sowie die Anzahl der Mitochondrien erhöhen. Durch kontinuierliche sportliche Betätigung ist es also möglich, die Zahl der Mitochondrien im Körper zu vervielfachen und somit auch die eigene Leistungsfähigkeit zu steigern. Bei längeren Phasen ohne Sport bauen sich Mitochondrien allerdings wieder ab, sodass es sinnvoll ist, auch in Ruhephasen vor einem Wettkampf ein lockeres Training beizubehalten. Darüber hinaus ist es empfehlenswert, in Trainingsphasen die Kohlenhydrate in der Nahrung zu reduzieren, um das Wachstum der Mitochondrien zu fördern. Auch Nahrungsergänzungsmittel sind geeignet, um die Produktion von Mitochondrien zu beschleunigen. Während einer Wettkampfphase hingegen ist es ratsam, die Energiespeicher des Körpers durch eine angemessene Aufnahme von Kohlenhydraten regelmäßig aufzufüllen.

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