„Die Basis für Gesundheit und Wohlbefindens liegt im kleinsten Baustein unseres Körpers – der Zelle.“


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Doping für das Gehirn

Was ist Gehirndoping?

Der Begriff Gehirndoping bezeichnet die Einnahme von Medikamenten um die geistige Leistungsfähigkeit für einen bestimmten Zeitraum erheblich zu steigern. Es handelt sich also um Doping für das Gehirn um die Konzentration zu erhöhen. Das eindeutige Ziel dabei ist es, in der Schule, im Studium oder im Beruf bessere Leistungen erbringen zu können als andere und damit im gesellschaftlichen Leben einen Vorteil zu erlangen. Dabei wird beim Doping zum Lernen auf zahlreiche Arten von Medikamenten zurückgegriffen.

Viele davon sind illegal und können langfristige schädigende Auswirkungen auf die Gesundheit haben, sind also als gesundheitsgefährdend und gefährlich einzustufen.

Gründe für Hirndoping

Die Gründe für die rasante Zunahme von Gehirndoping sind der steigende Erfolgszwang und der zunehmende Leistungsdruck innerhalb der Gesellschaft.
Schon auf Kinder wird Druck ausgeübt immer zu den Besten und Stärksten zählen zu müssen. Wer beim Wettkampf um Erfolg und Geld nicht mithalten kann, wird schnell an den Rand gedrängt und als Versager bezeichnet.
Viele Kinder und Jugendliche welcher unter Konzentrations- und Lernstörungen leiden sehen das Hirndoping, auch Lerndoping genannt, als einzige Möglichkeit um mit Gleichaltrigen ohne Beeinträchtigungen mithalten zu können.

Legale und natürliche Arten von Gehirndoping

Kaffee mit viel Koffein bewirkt eine Gefäßerweiterung, sodass mehr Blut in das Gehirn gelangt und die Konzentration stark gesteigert wird. Weiterhin fördert Koffein die Produktion von Stresshormonen und signalisiert dem Körper somit andauernde Einsatzbereitschaft. Um einen zusätzlichen Energieschub zu erhalten, kann der Kaffee stark mit Zucker gesüßt werden. Zu stark ausgeprägter Kaffeegenuss kann allerdings einen gegenteiligen Effekt bewirken. Die drastischen Auswirkungen sind Schlaflosigkeit und Kopfschmerzen. Gehirndoping mithilfe von Kaffee sollte deswegen zeitlich begrenzt stattfinden. Zudem wird auf diese Weise einer entstehenden Abhängigkeit vorgebeugt, welche bei einem Entzug von Koffein Kopfschmerzen, Herzklopfen, Schweißausbrüche und Zittern nach sich ziehen würde.
Ebenfalls ein sehr wirksames Mittel für Hirndoping ist der Konsum von Tee. Tee verfügt über einen dem Koffein ähnlichen Wirkstoff. Besonders effektiv ist die Verwendung von grünem oder schwarzem Tee. Bei der Zubereitung sollte man den Tee mindestens vier Minuten ziehen lassen. Im Vergleich zu Koffein hat der Wirkstoff im Tee eine längere Wirkung im Hinblick auf die Steigerung der Konzentration. Der regelmäßige Konsum von Tee senkt den Cholesterinwert und den Blutdruck auf ein gesundes Niveau. Weiterhin wird das Immunsystem unterstützt und die Gedächtnisleistung gefördert. Zusätzlich verursacht der Wirkstoff im Tee keine Abhängigkeit und die Nebenwirkungen sind ebenfalls geringer im Vergleich zu Koffein. Der Genuss von Tee bietet also viele Vorteile im Vergleich zu Kaffee.
Ein ebenfalls bekanntes Mittel um Gehirndoping durchzuführen ist Ginseng. Ginseng ist eine Pflanze aus Asien. Die Ginsengwurzel ist eine anerkannte Heilpflanze, welche den gesamten Organismus stärkt. Die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit wird erhöht sowie das Immunsystem unterstützt. Die Inhaltsstoffe regulieren auch sehr wirksam alle übrigen Körperfunktionen. Nebenwirkungen treten fast keine auf. Ginseng ist in Form von Tabletten, Pulver oder Kapseln in Apotheken und Drogerien erhältlich und bedarf keiner ärztlichen Verordnung.
Eine weitere Möglichkeit des Gehirndopings ist das Trainieren des Gehirns, auch Gehirnjogging genannt, durch anspruchsvolle und vielfältige Methoden und Spiele. Kreuzworträtsel, Sudoku und Brettspiele verbessern die Gedächtnisleistung und Verarbeitungsgeschwindigkeit des Gehirns. Das Lesen von Büchern und kreative Tätigkeiten im Beruf oder bei Hobbys fördern das Vorstellungs- und Erinnerungsvermögen.

Gehirndoping: Einsatz chemischer Medikamente

Rezeptfreie Medikamente für das Gehirndoping sind in jeder Apotheke erhältlich. Wem es gelingt seinem Arzt glaubhaft zu vermitteln das man ein verschreibungspflichtiges Medikament benötigt, um Konzentrationsstörungen vermeiden zu können, kann mit dem Rezept in einer Apotheke sein bevorzugtes Mittel völlig legal erwerben. Wer allerdings kein Rezept erhält bzw. ein illegales starkes Mittel sucht, weicht sehr oft auf den Schwarzmarkt aus. Diese Vorgehensweise ist sehr gefährlich denn auf dem Schwarzmarkt sind viele gefälschte Präparate im Umlauf, welche lebensgefährliche Auswirkungen haben können. Die Auswirkungen sind, ohne ärztliche Behandlung und Begleitung, nicht abzusehen und es können unerwartete Nebenwirkungen auftreten. Chemische Medikamente um das Gehirn zu dopen sind zum Beispiel: Ritalin, Fluoxetin, Ampakin und Modafinil. Bei diesen Medikamenten handelt es sich um starke Wirkstoffe, welche einen enormen Einfluss auf den menschlichen Körper und Psyche haben, dazu kommen noch zahlreiche mögliche Nebenwirkungen. Diese Medikamente sind nämlich eigentlich zum Großteil für die Behandlung von psychischen Erkrankungen vorgesehen.

Gesundheitsschädliches Gehirndoping

Menschen, welche dauerhaft starke chemische Medikamente wie beispielsweise Ritalin zu sich nehmen, riskieren eine dauerhafte irreparable Schädigung des Gehirns. In einigen Fällen kann sogar schon die einmalige Einnahme von Ritalin eine dauerhafte Schädigung verursachen. Starke Wirkstoffe müssen angemessen dosiert werden. Dazu ist es notwendig von einem Facharzt beraten und begleitet zu werden. Nutzt man starke Medikamente ohne ärztliche Aufsicht, setzt man sich lebensgefährlichen Risiken aus.

Studie zu der Thematik Gehirndoping

Gerade während des Studiums stehen viele junge Menschen unter einem enormen Leistungsdruck. Es ist also nicht verwunderlich das besonders unter Studenten das Hirndoping eine interessante Möglichkeit zur Konzentrations- und Leistungssteigerung darstellt. Die Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) hat eine Studie unter 8000 weiblichen und männlichen Studenten zu dem Thema Gehirndoping durchgeführt. Hier sind einige der Ergebnisse im kurzen Überblick:
– 88 Prozent der Studierenden haben keine eigenen Erfahrungen mit Hirndoping gemacht
– für 71 Prozent kommt kein Hirndoping infrage, 17 Prozent können sich jedoch durchaus vorstellen Hirndoping bzw. Lerndoping auszuprobieren und eventuell öfter zu betreiben, 12 Prozent haben bereits Hirndoping betrieben
– am häufigsten wird Gehirndoping zur Prüfungsvorbereitung angewendet, danach generell in Stresssituationen und natürlich in Prüfungssituationen selbst

Fazit zum Thema Gehirndoping

Jeder gesunde Mensch verfügt über ein Gehirn zum Denken. Wie gut die Denkleistung, bzw. wie individuell leistungsfähig das Gehirn ist um den beruflichen Alltag bewältigen zu können ist dabei sehr unterschiedlich. Genau hier setzt das Gehirndoping an. Wenn chemische Mittel oder andere Stimulanzien zur Steigerung der kognitiven Fähigkeiten eingesetzt werden, wird Doping für das Gehirn betrieben. Cola, Kaffee und Tee sind als Wachmacher schon lange im Umlauf. Hierbei sind die gesundheitlichen Auswirkungen minimal und gut kalkulierbar. Eine große Gefahr geht aber von verschreibungspflichtigen Medikamenten aus, welche eigentlich der Behandlung von psychischen Erkrankungen dienen sollen. Immer mehr Menschen nutzen diese Medikamente aber um ihre Konzentrations- und Leistungsfähigkeit künstlich zu erhöhen. Die meisten Menschen fühlen sich mit diesen Mitteln leistungs- und somit wettbewerbsfähiger. Ob nun nur das Gefühl oder der tatsächliche Nutzen größer ist, sei vorerst einmal dahingestellt. Gehirndoping ist eine rauschähnliche Art der Leistungssteigerung und ein geistiger und stimmungsaufhellender Höhenflug, welcher bedenkliche Ähnlichkeiten mit dem Konsum von Drogen aufweist. Mehrere der bekannten Medikamente, welche sich für das Gehirndoping eignen, sind aufgrund der Kombination ihrer Wirkstoffe dem Betäubungsmittelgesetz unterworfen. Eine Einnahme ohne medizinischen Grund ist somit illegal. Aber auch unabhängig von der rechtlichen Seite gesehen, bergen die meisten Mittel ein erhebliches Suchtpotenzial in sich. Die große Gefahr, abhängig zu werden und die eigene Gesundheit aufs Spiel zu setzen ist sehr groß. Das Risiko, das eigene Leben zu gefährden, sollte niemand in Kauf nehmen.


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